"Du musst mein Bett fleißig aufschütteln, daß die Federn fliegen, dann schneit es in der Welt" spricht Frau Holle. Ob es schneien wird am Mörzer Weihnachtsmarkt, diesmal am 6. und 7. Dezember, das seht noch in den Sternen. Aber Frau Holle wird da sein. In einem alten Gewölbekeller mitten in der Römerstraße liest sie mit ihrer Begleiterin "Schneeflocke" den vielen neugierigen Kindern die schönsten Grimm's Märchen vor, nostalgisch untermalt mit einer fantastischen Bilderreise.
Und es gibt noch mehr für die jungen Besucher: Unablässig dreht sich ganz in der Nähe das Nostalgie-Dampfkarussel, unter dem großen Weihnachtsbaum warten die Streicheltiere auf liebevolle Besucher und in der Töpferei lockt das "Kindertöpfern" mit neuen Herausforderungen.
Wenn dann am Sonntag gegen Abend der Nikolaus mit seinem Engelchen erscheint und seine Gaben verteilt, stellt sich nicht nur bei den Kleinsten ein behagliches Weihnachtsvorgefühl ein. Dazu tragen nicht zuletzt die feierlichen Weihnachtslieder der Calmonter Alphornbläser und die Krippe mit lebensgroßen Figuren im alten Spritzenhaus bei. Diese einzigartige Atmosphäre, die moselfränkische Dorfkulisse und ein idyllisch-rustikales Markttreiben tragen zum mittlerweile überregionalen Beliebtheits- und Bekanntheitsgrad dieses Marktes bei. Je nach Wetterlage bevölkern schätzungsweise zwischen Fünf- und Siebentausend Besucher das weihnachtlich herausgeputzte 200-Einwohner-Dorf. Feierlich gestimmt und gut gelaunt genießen die Menschen die vielseitigen Angebote der ausgewählten Standbetreiber, die primär nur mit einem selbst produzierten Warenangebot präsent sind. Man findet sie in den zahlreichen Höfen rechts und links der "Flaniermeile": der Kreativ- und der kleine Weihnachtshof, die Sternschnuppenscheune, die Töpfereien, das Kunst-Atelier, das Cafe Toscana und -in diesem Jahr erstmals- der neue "Wey-nachtshof".
Vor dem "Alten Backes" warten die Gäste auf knuspriges Brot, Lebkuchen und Christstollen, alles frisch aus dem Mörzer Holzbackofen! Zu einem Stelldichein mit Freunden und Bekannten laden auch "Kurt's Garage" - hier gibt's Mary's legendären Reibekuchen - und die aufgestellten Feuertonnen mit ihrer behaglichen Strahlungswärme ein. Hier trifft man sich, gut versorgt mit heißem Met, Glüh- und Eierwein, Flammkuchen und Crepes, Grillwürstchen, Spießbraten und Gulaschsuppe. Und aus der "Himmlisch heißen Hütte" reichen die Frauen frische Waffeln und Kaffee heraus.