
Wenn man etwa in der Mitte von Mörz dem Verlauf des dort beginnenden Tales folgt,
erreicht man nach einem knappen Kilometer das Schrumpftal.
Dieses 5 km lange Seitental der Mosel windet sich mit leichter Steigung von Hatzenport / Mosel bis nach Münstermaifeld-Metternich entlang des Schrumpfbaches. Zu früheren Zeiten trieb das kleine Fließgewässer zahlreiche Mühlen an, die zum größten Teil noch heute erhalten sind, jedoch ohne ihre ursprüngliche Funktion.
Zum Ortsgebiet Mörz gehören drei der historischen Mühlenanwesen: die Lochsmühle ( früher Güntersmühle ); die Steinsmühle und die Weymühle ( früher Fröhligs- oder Kläsjesmühle ). Erstmals erwähnt werden diese s.g. Erbbestandsmühlen im Jahre 1326, jedoch belegen diverse Funde, dass eine Besiedelung hier schon deutlich früher bestand; selbst die Hunnen sollen ein Heerlager im Tal errichtet haben.
Alle zwei Jahre erfreuten sich einst Tausende an der Großveranstaltung "Schromb macht Spaß"; dann ging's autofrei von Mühle zu Mühle, von einer Attraktion zur nächsten. Leider wird das Event seit 2020 aus organisatorischen Gründen nicht mehr veranstaltet.
Heute ist das Schrumpftal aber immer noch ein beliebter Anziehungspunkt für Radfahrer, Wanderer, Naturbegeisterte oder einfach nur für Neugierige.
Für die Mörzer, die sich mit den "Schrombern" freundschaflich verbunden fühlen, führt durch dieses wunderschöne Tal der kürzeste Weg zur Mosel.